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Schlafmohnkapsel

Heroin-Pulver

verschiedene Formen

"H",
"Braunes", "Gift", "Schore"

Diacetylmorphin
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In
dieser Spalte findet ihr Beiträge rund um das Thema Drogenkonsum

Über die gängige Praxis des Führerscheinentzugs aufgrund Drogenkonsum. Alles zum Thema Führerscheinentzug, Ärztliches Gutachten, MPU, etc. Mit Schaubild.

Über
Symptome und Faktoren psychischer und körperlicher Abhängigkeit,
Kontrollverlust und Hilfemöglichkeiten.

Die Frage nach dem Konsummuster ist der Blick auf die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums. Wie lassen sich weiche und harte Konsummuster unterscheiden ?

Die gleichzeitige Einnehmen verschiedener Drogen bedeutet immer ein zusätzliches Risiko und ist in der Wirkung schwer einzuschätzen.
Symptome
und Hilfemöglichkeiten bei Drogennotfällen. Was tun
bei Überhitzung, Horrortrip, Atemstillstand, Krampfanfall,
etc...

HIV
und Hepatitis sind vor allem unter i.v.-konsumierenden Drogenabhängigen
sehr verbreitet...

Auch
wenn es für die meisten selbstverständlich ist. Die
intravenöse Injektion von Drogen stellt eine unverantwortlich
riskante Konsumform dar.
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Es
gibt auf der ganzen Welt etwa 600 Mohnarten. Allerdings ist das
Opium nur in der Gattung des Schlafmohns (Papaver somniverum)
enthalten. Schlafmohn wird vor allem im Nahen Osten sowie im Goldenen
Dreieck in Südostasien angebaut und gelangt von dort auf
Schmugglerwegen in alle Welt.
Opium wird aus dem eingetrockneten Milchsaft der unreifen Kapseln
gewonnen und enthält 25 verschiedene Wirkstoffe, u.a. Morphin (umgangssprachlich: Morphium) und Codein. Durch den Zusatz eines
Essigsäureabkömmlings wird aus dem Morphin das halbsynthetische Opiat Heroin (Diacetylmorphin) gewonnen und in Pulverform gebracht.
Durch diese Abwandlung kann das Morphin die Blut-Hirn-Schranke im Körper besser überwinden.
Konsumformen:
Heroin
kann gesnieft, geraucht oder durch Erhitzung in verflüssigter
Form intravenös injiziert
werden. Aufgrund eines hohen Suchtpotentials und einer schnellen Toleranzentwicklung stellen
viele Konsumenten nach anfänglichem Sniefen und Rauchen auf
intravenöse Injektion um, da von dieser Methode die stärkste
Wirkung der Droge zu erwarten ist. Allerdings entwickelt sich
bei regelmäßigem intravenösen Konsum die körperliche
Toleranz weiter nach oben und der Konsument benötigt eine
immer noch höhere Dosis, um die gleiche Wirkung zu erzielen. |
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Die
Wirkung hängt stark von der Zusammensetzung der im "Straßenheroin"
enthaltenen Stoffe und dem daraus resultierenden Reinheitsgehalt
ab. Die Verfassung des Konsumenten und die Konsumgewohnheiten
spielen eine weitere große Rolle. Nach einer höheren Toleranzentwicklung läßt
die Wirkung des Heroins stark nach und dient dem Konsumenten
nur noch dazu, Entzugserscheinungen zu verhindern oder zu lindern.
Bei der intravenösen Injektion entsteht durch den plötzlichen Wirkungseintritt
ein überwältigendes Euphoriegefühl,
das als "flash" oder "kick" bezeichnet wird.
Durch die im Anschluss aufkommende gleichgültige und verträumte
Stimmung werden beim Konsumenten Schwierigkeiten und Konflikte
ausgeblendet. Die Wirkung fällt nach 5-8 Stunden ab.
Psychische
Wirkungen des Heroins:
- Euphorisierende Wirkung
- überwältigendes
Wohlgefühl
- Nachlassen
von Konzentration, Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen
- Versinken
in Tagträume
- enthemmtes
Verhalten
- Gefühl,
über alltäglichen Problemen zu stehen
Körperliche
Wirkungen des Heroins
- Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen
- Wirksam gegen Husten und Durchfall: Beeinflussung der Darmfunktionen.
- Sedierende Wirkung: beruhigend,
schlaffördernd, angstreduzierend.
- Analgetische Wirkung:
verhindert bzw. dämpft das Empfangen von Schmerzimpulsen
an den Rezeptoren im zentralen Nervensystem.
- Atemdepressive Wirkung: Verlangsamung der Atemfrequenz und
Abnahme des Atemvolumens bis hin zum Atemstillstand.
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Das
Suchtpotential des Heroins ist außerordentlich hoch. Spätestens
nach 1-2 Wochen Dauergebrauch führt der Heroinkonsum zu einer
psychischen und körperlichen Abhängigkeit. Das Verlangen
nach Heroin wird als Zwang erlebt und die Kontrolle über
das eigene Konsumverhalten geht schnell verloren.
Die Toleranzbildung führt zu
einem immer höheren Bedarf nach der Droge. Bei regelmäßigem
Missbrauch geht die Wirkung nach und nach verloren. Der Konsum
dient nur noch der Kompensierung von Entzugserscheinungen,
die mit folgenden Symptomen auftreten können:
Nach
8-12 Stunden:
- Unruhe, Reizbarkeit, Angst, Kreislaufstörungen, Muskelschmerzen,
Tränenfluss, Schweißausbrüche, Sekretion
der Nasenschleimhäute
Gähnen, Depressionen
Nach 12-48 Stunden:
- geweitete Pupillen, Frösteln, extreme Gänsehaut
Nach 2-3 Tagen:
- Ruhelosigkeit bis hin zu Todesangst, Durchfall, Übelkeit
und Erbrechen, Zittern, Muskelkrämpfe im Rücken
und in den Gliedmaßen, schneller Puls, Bluthochdruck
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Risiken
des akuten Konsums können sein:
- Vergiftung durch Strecksubstanzen
- Überdosierung:
Verflachung der Atmung bis hin zum Atemstillstand mit Todesfolge
- Infektion
(bei intravenöser Injektion): Durch das gemeinsame Verwenden von Spritzbestecken
besteht ein besonderes Infektionsrisiko mit HIV
und Hepatitis B/C. Außerdem führt die intravenöse
Injektion von unreinen Stoffen zwangsläufig zu Abszessen.
- Auftreten
von "Shakes" bei verunreinigtem Material (Wundstarrkrampf)
Risiken
des chronischen Missbrauchs können sein:
- Beim Sniefen: Schädigung
der Nasenschleimhäute
- Mangelernährungserscheinungen durch Missachtung körperlicher
Bedürfnisse
- Vernachlässigung
der Körperpflege und Hygiene
- Zahn-
Mund- und Kiefererkrankungen
- Herzerkrankungen
- Überwässerung
der Lunge bis hin zu Lungenödem
- Körperlicher Verfall
- Persönlichkeitszerfall
bzw. Veränderung der Persönlichkeit
- Sozialer
Abstieg
- Beschaffungskriminalität
und Prostitution
- schwere Entzugserscheinungen:
Folgende
Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind
nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens
folgende Hinweise beachten:
Sollte
trotz aller Risiken konsumiert werden, sollte man das Spritzbesteck
nicht mit anderen Konsumenten teilen. Das Infektionsrisiko mit HIV und Hepatitis ist sehr hoch.
Die Mehrheit der intravenös konsumierenden Personen ist bereits mit Hepatitis infiziert.
Da der Reinhaltsgehalt von Heroin beträchlich schwankt,
können Konsumenten nicht von einer normalen und verträglichen
Dosis ausgehen. Viele Todesfälle sind auf zu "gutes"
Heroin zurückzuführen. Deshalb sollte der Konsument
jeden Stoff zuerst mit einer geringen Dosis testen.
Nach Cleanzeiten und bei unregelmäßigem Konsum besteht
ein besonderes Überdosierungsrisiko. Es muss beachtet werden,
dass der Körper in Abstinenzphasen seinen Toleranzlevel
zurückfährt. Die gleiche Menge Heroin, die man vorher
konsumiert hatte kann dann zu Überdosierungen führen.
Die Kombination von Heroin mit anderen Drogen bzw. Psychopharmaka
stellt ein weiteres unkalkulierbares Risiko dar.
Bei einer Überdosis kann der Betroffene bewusstlos werden
oder sogar in ein Koma fallen.
Die Haut wird kalt und bläulich - die Atmung flach und
unregelmäßig.
Bei Drogennotfällen sofort
den Notarzt rufen. Unter der Nummer 19222 kann ein Notarzt angefordert
werden. Es ist wichtig, bei der betreffenden Person zu bleiben.
Den Arzt aufklären, wie es zu dem Notfall gekommen ist. |
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Besitz,
Erwerb und Handel von Heroin ist illegal. Im Rahmen des BtMG
(§31 a) wird festgelegt, dass bei Besitz oder Erwerb geringer
Mengen grundsätzlich von einer Strafverfolgung abgesehen
werden kann. Ob das Verfahren eingestellt wird, hängt
von der zuständigen Staatsanwaltschaft ab.
Heroin
ist 2-4 Tage im Urin nachweisbar, im Blut einige Stunden. In
den Haaren ist jeglicher Drogenkonsum je nach Haarlänge
nachweisbar (1 cm entspricht 1 Monat).
Zu
beachten ist ferner der erschwerende Fall "der nicht unerheblichen
Menge" (z.B. bei Cannabis mehr als 300 Konsumeinheiten)
für Besitz und Handel sowie die Abgabe an Personen unter
18 Jahren (wenn der Täter über 21 Jahre alt ist),
was mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet wird.
ACHTUNG: Selbst wenn es nicht zu einem Verfahren kommen sollte,
wird der Tatbestand in aller Regel an das Landratsamt weitergeleitet,
was Auswirkungen auf den Führerschein hat (auch wenn man
als Fußgänger "erwischt" wurde).
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