Lösungsmittel
sind ein sehr gefährliches Gift. Akute Schäden,
wie Verätzungen und Entzündungen der Atemwege
sind üblich, aber auch teilweise irreparable Langzeitschäden im Gehirn und in Leber und Niere sind
möglich und bei regelmäßigem Gebrauch auch
wahrscheinlich. Die Schäden im Gehirn verursachen Gedächtnisausfälle,
Lähmungen und Persönlichkeitsveränderungen,
die kaum zu behandeln sind.
Todesfälle
bei Konsumenten sind oft Folge von Überdosierungen,
die zu Herzrhythmusstörungen und Ausfällen des
Atemzentrums führen. Die Todesraten von Jugendlichen,
die Schnüffelstoffe konsumieren, ist erschreckend hoch!
In England liegen die Zahlen bei 100 Jugendlichen jährlich. Die
unmittelbare Folgen des Konsums können sein:
Gehirn: Eine akute Gefahr stellt der Bewusstseinsverlust mit Erbrechen
und Erstickungsanfällen dar. Daneben können eine
Vielzahl von Empfindungsstörungen, dauerhafte Halluzinationen,
vegetative Störungen und psychiatrische Erkrankungen
entstehen. Viele Inhalationsstoffe lösen die Zellmembranen
von Gehirnzellen auf, so dass zuerst Funktionsausfälle
entstehen und dann die Gehirnzellen absterben. Für
das Großhirn bedeutet das eine Veränderung der
Persönlichkeit, Reizbarkeit, Gedächtnisverlust,
Konzentrationsschwierigkeiten, Reduktion der Lernfähigkeiten,
Halluzinationen, Psychosen.
Für das Kleinhirn sind es Koordinationsstörungen,
Gleichgewichtsstörungen, verwaschene Sprache. Chronischer Gebrauch führt zu Zittern und unkontrollierten Bewegungsmustern.
Der Sehnerv wird geschädigt (insbesondere durch
Toluol). Sehverschlechterung bis zum Erblinden kann die
Folge sein.
Einige Substanzen führen zu Blockierungen
des Sauerstofftransportes im Blut.
Die Atemwege werden
gereizt und die Lunge kann sich aufgrund chronischen
Konsums verändern und es kann zu Atemproblemen kommen.
Desweiteren besteht Gefahr für Organe wie Leber,
Niere und Herz. Hier kann es durch akute Herzrhythmusstörungen
zum Herzstillstand kommen. Jede
Schnüffelsubstanz kann einen sogenannten plötzlichen
Schnüffel-Herztod verursachen.
Aber auch Muskel, Knochenmark und das Gehör können
durch Schnüffeln in Mitleidenschaft gezogen werden.
Schnüffelstoffe führen starke Persönlichkeitsveränderungen
herbei, deshalb ist eine Behandlung besonders schwierig.
Poppers wurde früher als Arzneimittel bei Herzkrankheiten eingesetzt
und kann Herzrhythmusstörungen auslösen.
Lachgas kann bei zu hoher Dosierung Atem- und Herzstillstand verursachen
und bei regelmäßigem Gebrauch zu Knochenmarksveränderungen
führen. In Verbindung mit anderen Substanzen können
sowohl Poppers als auch Lachgas zu nicht einschätzbaren, gefährlichen Wechselwirkungen führen.
Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens
folgende Hinweise beachten:
- Durch
das Einatmen der Substanz aus einer Plastiktüte kann
es zu akutem Sauerstoffmangel
kommen. Deshalb nie in dieser Form konsumieren!
- Poppers
darf keinesfalls getrunken werden - es besteht Lebensgefahr
!
da der Konsum von Lösungsmitteln schon beim Erstgebrauch
zu irreparablen Schäden
führen kann, gibt es keine wirklichen Safer-Use-Hinweise.
Infolge der Toleranzbildung steigt das Risiko einer Überdosierung. |